Acting Together for a World of Peace
Gemeinsam für eine friedliche Welt

„Wir werden keinen Frieden auf Erden haben,
ehe wir nicht die gegenseitige Abhängigkeit alles Seins begreifen.“

(Martin Luther King)

Weltfriede ist ein Menschheitstraum. Aber warum ist es so schwierig ihn zu erreichen, wenn doch die Mehrheit der Menschen dafür ist? Will man den Gründen für Unfrieden auf den Grund gehen, muss man sich genauer mit den Auslösern für Konflikte beschäftigen. Die meisten kriegerischen Auseinandersetzungen finden über den Zugang zu Land, Wasser und Rohstoffen statt, die wiederum in der Ungleichverteilung jener ihren Ursprung hat. Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung weiter an. Viele Menschen in den Ländern des Südens sehen wenige Entwicklungsperspektiven und sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Durch Migration prallen andernorts fremde Kulturen aufeinander und erhöhen dort das Konfliktpotenzial.

In der heutigen globalisierten Welt stehen nicht nur Waren und Dienstleistungen weltweit miteinander in Verbindung, sondern auch die Konflikte. So haben z.B. die Industrieländer großen Anteil an der raschen Fortschreitung des Klimawandels, von denen nun besonders die Länder des globalen Südens betroffen sind. Klimaflüchtlinge sind die Folge. Kriege werden mit ausländischer Unterstützung geführt, um Zugang zu wertvollen Rohstoffen, wie Gold zu sichern. An der Börse werden Nahrungsmittel wie Weizen, Reis und Kakao gehandelt, mit denen sich Spekulanten ein hohes Einkommen sichern auf Kosten derjenigen, die die Lebensmittel herstellen. Waffenexporteuren aus den Industrieländern liegt auch wenig am Frieden. Laut dem Global Peace Index 2016 kostete die Gewalt insgesamt 13,3 % des weltweiten BIPs. Das entspricht 1.876 US-Dollar pro Person. Krieg und Gewalt scheint ein lukratives Geschäft, denn knapp die Hälfte dieser Riesensumme floss in die Rüstungsindustrie und das Militär. Dem gegenüber stehen 2 % des weltweiten BIPs, die für Friedenssicherung und Friedenserhaltung eingesetzt wurden. Hier herrscht eindeutig ein Ungleichgewicht.

Ein weiteres Ungleichgewicht herrscht in der Verteilung des Friedens. So werden die friedlichsten Länder der Welt, wie Island, Dänemark und Österreich, zwar immer friedlicher, doch auf der anderen Seite entfernen sich die unfriedlichsten Länder, wie Syrien, Süd Sudan und Irak, immer weiter vom Frieden.

Diese wenigen Punkte machen bereits deutlich, dass die Menschheit gemeinsam nach Lösungen für Probleme wie den Klimawandel, den Verlust der Biodiversität, dem Zugang zu Trinkwasser oder der Bekämpfung der Armut suchen muss.

Schon Immanuel Kant wusste, dass Frieden kein natürlicher Zustand ist, sondern gestiftet werden muss. Und ein nachhaltiger Frieden kann nur erreicht werden, wenn Gesellschaften beginnen, einen förderlichen Rahmen für Frieden zu schaffen. Der norwegische Mitbegründer der Friedens- und Konfliktforschung, Johan Galtung, redet hierbei von positivem Frieden. Positiver Frieden geht über die Abwesenheit von Gewalt hinaus. Er ist bestimmt von Toleranz und Respekt gegenüber Anderen, Gleichverteilung von Einkommen und Bildungschancen und der Mitbestimmung in der Gesellschaft.

Im Rahmen der diesjährigen Woche des Globalen Lernens sollen die Bausteine einer friedlichen Weltgesellschaft im Mittelpunkt stehen. Die Global Education Week 2016 rückt daher die Themen Bildung, Demokratie und Partizipation, Fluchtursachen wie Klimawandel und Waffenexporte aber auch das Friedensprojekt EU ins Zentrum.

Quellen:
Global Peace Index 2016: http://economicsandpeace.org/wp-content/uploads/2016/06/GPI-2016-Report_2.pdf
Der Tagesspiegel online: http://www.tagesspiegel.de/politik/nach-innen-und-aussen-was-ist-frieden/3679710.html

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